Glossar   /   Prozessautomatisierung

Regelengine

Eine Regelengine wertet festgelegte Geschäftsregeln aus und ermittelt daraus Entscheidungen oder vorgesehene Aktionen.

Auch bekannt als: Rules Engine, Business Rules Engine

Was bedeutet Regelengine?

Sie kann beispielsweise bestimmen, welche Freigabe eine Rechnung anhand von Betrag und Lieferantengruppe benötigt. Die Regeln werden getrennt von Teilen des übrigen Anwendungscodes verwaltet.

Das kann Änderungen erleichtern, braucht aber klare Verantwortung und nachvollziehbare Versionen. Auch Regelwerke müssen getestet werden. Widersprüchliche Bedingungen oder fehlende Fälle verschwinden durch die Auslagerung nicht automatisch.

So sieht das in der Praxis aus

Beispiel: Eine Regelengine ermittelt aus Rechnungsbetrag und Lieferantengruppe den erforderlichen Freigabeweg.

Häufige Fragen

Wann ist eine Regelengine sinnvoll?

Wenn umfangreiche oder häufig geänderte Entscheidungen gesondert verwaltet werden sollen. Bei wenigen einfachen Regeln kann die Umsetzung im Anwendungscode übersichtlicher sein.

Können Fachabteilungen Regeln selbst ändern?

Wenn Werkzeug, Kenntnisse und vereinbarter Ablauf das erlauben. Fachliche Verantwortung, Prüfung und Freigabe müssen trotzdem klar bleiben, damit Änderungen kontrolliert erfolgen.

Wie verhindert man widersprüchliche Entscheidungen?

Durch eindeutige Regeln, festgelegte Auswertungsreihenfolge und Tests mit Grenzfällen. Es muss erkennbar sein, was bei mehreren oder keinen passenden Regeln geschieht.

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Quellen und weiterführende Informationen

OMG: Decision Model and Notation
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