Glossar   /   Digitalisierung

Medienbruch

Ein Medienbruch entsteht, wenn Informationen beim Wechsel zwischen Arbeitsmitteln erneut manuell übernommen werden müssen.

Auch bekannt als: Media Discontinuity

Was bedeutet Medienbruch?

Ein Beispiel ist das Abschreiben einer PDF-Bestellung in die Warenwirtschaft. Auch zwischen zwei digitalen Anwendungen kann ein solcher Bruch entstehen, etwa beim Kopieren einzelner Werte.

Die manuelle Übergabe kostet Zeit und kann Fehler erzeugen. Eine passende Lösung braucht strukturierte Daten und einen abgestimmten Ablauf. Ein weiteres digitales Dokument allein beseitigt die erneute Übertragung noch nicht.

So sieht das in der Praxis aus

Beispiel: Mitarbeitende übertragen Auftragsdaten aus einem PDF per Hand in die Warenwirtschaft.

Häufige Fragen

Gibt es Medienbrüche auch ohne Papier?

Ja. Werden Angaben aus einer digitalen Datei oder Anwendung von Hand in eine andere übertragen, bleibt eine manuelle Übergabe mit entsprechenden Fehlermöglichkeiten bestehen.

Wie findet man unnötige manuelle Übergaben?

Indem Beteiligte einen konkreten Vorgang vom Eingang bis zum Ergebnis verfolgen. Besonders aufschlussreich sind Abschreiben, Kopieren, Ausdrucken und erneute Erfassung derselben Angaben.

Muss jede manuelle Übergabe automatisiert werden?

Nein. Aufwand, Häufigkeit und Fehlerfolgen müssen zum Nutzen passen. Eine seltene fachliche Entscheidung kann sinnvoll manuell bleiben, auch wenn der Datentransport automatisiert wird.

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Quellen und weiterführende Informationen

OECD: Going Digital – Shaping Policies, Improving Lives
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