Glossar   /   Datenmanagement

Datenhoheit

Datenhoheit beschreibt, wie weit eine Organisation den Zugriff auf ihre Daten und deren Verwendung tatsächlich bestimmen kann.

Auch bekannt als: Data Sovereignty

Was bedeutet Datenhoheit?

Dazu gehören klare Zugriffsrechte, bekannte Speicherorte und ein brauchbarer Datenexport. Bei einem Cloud-Dienst ist entscheidend, welche Kontrolle die Technik und die Vereinbarungen mit dem Anbieter tatsächlich ermöglichen.

Ein eigener Server allein garantiert diese Kontrolle nicht. Auch technische Abhängigkeiten und die Befugnis zur Datennutzung müssen geklärt sein.

So sieht das in der Praxis aus

Beispiel: Ein Unternehmen vereinbart, wie es seine Integrationsdaten vollständig exportieren und Zugriffe nachvollziehen kann.

Häufige Fragen

Bedeutet ein eigener Server automatisch vollständige Datenhoheit?

Nein. Auch dort können fehlende Exportmöglichkeiten, unklare Rechte oder Abhängigkeiten von Dienstleistern die tatsächliche Kontrolle einschränken.

Was sollte vor einem Anbieterwechsel geprüft werden?

Ob Daten vollständig, verständlich und rechtzeitig exportierbar sind. Auch Anhänge, Beziehungen, Löschverfahren und die praktische Weiterverwendung im Zielsystem sind relevant.

Kann Datenhoheit auch bei einem Cloud-Dienst erhalten bleiben?

Das hängt von den tatsächlichen Kontrollmöglichkeiten ab: Wer verwaltet Zugriffe, bestimmt Speicherorte und ermöglicht einen vollständigen Export? Die Bezeichnung 'Cloud' allein beantwortet diese Fragen nicht.

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Quellen und weiterführende Informationen

Microsoft Purview: Data Governance Overview
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