Glossar   /   Prozessautomatisierung

Ausnahmebehandlung

Ausnahmebehandlung legt fest, wie ein Vorgang bearbeitet wird, wenn er vom vorgesehenen Standardablauf abweicht.

Auch bekannt als: Exception Handling, Ausnahmeprozess

Was bedeutet Ausnahmebehandlung?

Nicht jeder Auftrag lässt sich automatisch abschließen. Es können Angaben fehlen, eine Freigabe kann ausbleiben oder ein fremdes System ist nicht erreichbar. Für solche Fälle braucht der Ablauf einen verständlichen Ersatzweg.

Dabei wird festgelegt, wer den Fall prüft, welche Informationen benötigt werden und wie es anschließend weitergeht. Eine abgelegte Fehlermeldung allein erledigt den Vorgang noch nicht.

So sieht das in der Praxis aus

Beispiel: Ein nicht zuordenbarer Zahlungseingang landet in einer Prüfliste statt automatisch auf einem vermuteten Kundenkonto.

Häufige Fragen

Welche Ausnahmen sollten vorab berücksichtigt werden?

Etwa unbekannte Kundennummern, abgelehnte Freigaben und unterbrochene Verbindungen. Jeder Fall braucht eine passende Reaktion: Datenkorrektur, fachliche Entscheidung oder späterer Wiederholungsversuch.

Wann sollte ein Mensch übernehmen?

Wenn eine fachliche Entscheidung, eine Korrektur oder eine ausdrückliche Freigabe erforderlich ist. Die zuständige Person sollte den Fall mit ausreichenden Informationen erhalten.

Wie verhindert man liegen gebliebene Sonderfälle?

Mit einer sichtbaren Aufgabenliste, Verantwortlichen und passenden Erinnerungs- oder Eskalationsregeln. Jeder Ausnahmeweg braucht einen klaren Abschluss oder einen geregelten Wiedereinstieg.

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Quellen und weiterführende Informationen

Camunda: Incidents
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