Glossar   /   Sicherheit

Scope

Ein Scope bezeichnet bei OAuth einen benannten Umfang von Zugriffsrechten, den eine Anwendung anfordert oder erhält.

Auch bekannt als: OAuth-Berechtigungsbereich

Was bedeutet Scope?

Ein Scope wie invoices.read kann beispielsweise das Lesen von Rechnungen ermöglichen. Welche Funktionen darunterfallen, definiert der anbietende Dienst. Angeforderte und tatsächlich erteilte Rechte können sich unterscheiden.

Der Dienst muss den Umfang prüfen und zusätzlich entscheiden, auf welche konkreten Datensätze zugegriffen werden darf. Ein allgemeines Leserecht öffnet nicht automatisch alle Rechnungen aller Kunden.

So sieht das in der Praxis aus

Beispiel: Ein Lesedienst erhält den vereinbarten Rechteumfang invoices.read. Ob er eine konkrete Rechnung lesen darf, wird zusätzlich geprüft.

Häufige Fragen

Bekommt eine Anwendung jeden angeforderten Scope?

Nein. Es können weniger oder keine Rechte erteilt werden. Die Anwendung muss den tatsächlich gewährten Umfang berücksichtigen und fehlende Rechte kontrolliert behandeln.

Ersetzt ein Lesescope die Prüfung einzelner Rechnungen?

Nein. Mandant, Zuständigkeit und andere fachliche Beziehungen können den Zugriff zusätzlich begrenzen. Diese Regeln muss der empfangende Dienst durchsetzen.

Sind Scope-Namen überall gleich definiert?

Nein. Bedeutung und Benennung legt der jeweilige Anbieter fest. Ein ähnlich klingender Name darf deshalb nicht ohne Dokumentation als gleichwertig behandelt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Passend zum Thema

API-Entwicklung Agentur Zugangsanforderungen bei der Planung einer Anbindung berücksichtigen.

Quellen und weiterführende Informationen

IETF: RFC 6749 - OAuth 2.0, Access Token Scope IETF: RFC 9700 - Best Current Practice for OAuth 2.0 Security
← Zurück zu allen Glossarbegriffen

Zugänge passend begrenzen

Eine Anwendung benötigt Zugriff auf betriebliche Daten? Legen Sie die erforderlichen Aktionen und die Grenzen dieses Zugangs gemeinsam fest.

Kontakt aufnehmen