Glossar   /   Datenmanagement

Eventual Consistency

Eventual Consistency erlaubt vorübergehend unterschiedliche Datenstände in verteilten Systemen, die sich unter den vorgesehenen Bedingungen wieder angleichen.

Auch bekannt als: Letztendliche Konsistenz

Was bedeutet Eventual Consistency?

Eine neue Adresse kann sofort in der Kundenverwaltung stehen und erst später in einer anderen Anwendung erscheinen. Werden keine weiteren Änderungen vorgenommen und funktioniert der Abgleich wie vorgesehen, gleichen sich die Kopien wieder an.

Das Modell verspricht allein keine feste maximale Wartezeit. Anwendungen müssen zwischenzeitlich ältere Werte sinnvoll behandeln und mögliche Konflikte nach klaren Regeln lösen.

So sieht das in der Praxis aus

Beispiel: Eine Adressänderung steht sofort in der Kundenverwaltung und wird zeitversetzt in der Warenwirtschaft sichtbar.

Häufige Fragen

Wie lange darf der Abgleich dauern?

Aus dem Begriff ergibt sich keine feste Frist. Eine benötigte maximale Verzögerung muss zusätzlich vereinbart, gemessen und durch geeignete Verfahren abgesichert werden.

Ist eine verzögerte Anzeige automatisch ein Fehler?

Nicht, wenn sie zum vereinbarten Verhalten passt. Für kritische Entscheidungen muss trotzdem klar sein, ob der angezeigte Datenstand aktuell genug ist.

Eignet sich das Modell für jede Geschäftsentscheidung?

Nein. Manche Regeln müssen unmittelbar gemeinsam eingehalten werden. Für solche Entscheidungen ist zu prüfen, ob verzögerte oder widersprüchliche Daten überhaupt zulässig sind.

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Quellen und weiterführende Informationen

Werner Vogels: Eventually Consistent
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