Glossar   /   Softwarearchitektur

Aggregat

Ein Aggregat fasst in einer Anwendung zusammengehörige Daten und Regeln zu einer fachlichen Einheit zusammen.

Auch bekannt als: Aggregate

Was bedeutet Aggregat?

Zum Beispiel gehören ein Auftrag und seine Positionen eng zusammen. Die Anwendung verwaltet sie über einen festgelegten Einstiegspunkt, die sogenannte Aggregatwurzel. Diese achtet darauf, dass gemeinsame Regeln eingehalten werden, etwa dass ein Auftrag vor der Bestätigung Positionen enthält.

Die Grenze folgt der fachlichen Verantwortung. Sie muss nicht mit einer einzelnen Datenbanktabelle oder einer Bildschirmansicht übereinstimmen.

So sieht das in der Praxis aus

Beispiel: Ein Auftrag verwaltet seine Positionen und verhindert die Bestätigung eines leeren Auftrags.

Häufige Fragen

Woran erkennt man eine passende Aggregatgrenze?

Zusammen gehören Daten, deren Regeln bei jeder Änderung gemeinsam gelten müssen. Ein Auftrag darf beispielsweise erst bestätigt werden, wenn er mindestens eine Position enthält.

Warum sollte ein Aggregat nicht beliebig groß sein?

Viele gemeinsam zu ändernde Daten erhöhen den Abstimmungsaufwand und mögliche Konflikte. Deshalb sollte die Einheit nur enthalten, was tatsächlich gemeinsam abgesichert werden muss.

Wie arbeiten verschiedene Aggregate zusammen?

Sie verweisen aufeinander oder tauschen Ereignisse aus. Änderungen über mehrere Einheiten brauchen eigene Abstimmungsregeln, wenn sie nicht in derselben Transaktion erfolgen.

Das könnte Sie auch interessieren

Passend zum Thema

Individuelle Softwareentwicklung Fachliche Anforderungen und Datenmodelle für eine eigene Anwendung konkretisieren.

Quellen und weiterführende Informationen

Eric Evans: Domain-Driven Design Reference
← Zurück zu allen Glossarbegriffen

Fachliche Regeln klar abbilden

Komplexe Zusammenhänge erschweren Änderungen an Ihrer Anwendung? Arbeiten Sie an konkreten Beispielen heraus, welche Daten und Regeln zusammengehören.

Kontakt aufnehmen