Was bedeutet Recovery Point Objective?
Ein beispielhaftes RPO von 15 Minuten bedeutet, dass der wiederherstellbare Datenstand höchstens entsprechend weit hinter dem Störungszeitpunkt liegen soll. Das Ziel bestimmt Anforderungen an Sicherung und Wiederherstellung.
Die Häufigkeit einer Sicherung allein belegt die Zielerreichung nicht. Sicherungen müssen vollständig und nutzbar sein. Ein Wiederherstellungstest zeigt, welcher Datenstand tatsächlich erreicht wird.
So sieht das in der Praxis aus
Beispiel: Ein beispielhaftes Ziel von 15 Minuten verlangt eine Wiederherstellung, deren Datenstand höchstens 15 Minuten vor dem Störungszeitpunkt liegt.
Häufige Fragen
Wie unterscheidet sich RPO von RTO?
RPO beschreibt den tolerierbaren Datenverlust als Zeitspanne. RTO beschreibt die angestrebte Zeit bis zur Wiederherstellung einer festgelegten Betriebsfunktion.
Bedeutet eine Sicherung alle 15 Minuten automatisch ein RPO von 15 Minuten?
Nicht zwingend. Fehlgeschlagene Sicherungen oder unvollständige Wiederherstellung können größere Lücken verursachen. Entscheidend ist der im Störungsfall nutzbare Datenstand.
Wer legt ein angemessenes RPO fest?
Fachliche Verantwortliche bewerten die Folgen verlorener Daten. Der Betrieb prüft anschließend, welche Verfahren dieses Ziel erreichen können und welcher Aufwand dafür entsteht.
