Was bedeutet Kanonisches Datenmodell?
Statt für jedes Systempaar eine eigene Übersetzung zu pflegen, kann jede Anwendung mit einer gemeinsamen Struktur arbeiten. Die internen Datenmodelle dürfen trotzdem unterschiedlich bleiben.
Das kann bei vielen Verbindungen helfen, erzeugt aber zusätzlichen Abstimmungsbedarf. Die gemeinsame Struktur braucht fachliche Verantwortliche und geregelte Änderungen. Ein übergroßes Modell für jede denkbare Aufgabe wird schnell schwer verständlich.
So sieht das in der Praxis aus
Beispiel: Mehrere Warenwirtschaften übersetzen ihre unterschiedlichen Kundenfelder in eine gemeinsam vereinbarte Austauschstruktur.
Häufige Fragen
Lohnt sich ein gemeinsames Austauschmodell schon für zwei Systeme?
Nicht zwingend. Die zusätzliche Übersetzung kann mehr Aufwand verursachen als eine direkte Zuordnung. Der Nutzen steigt häufig mit mehreren beteiligten Anwendungen und Austauschwegen.
Müssen interne Datenbanken dafür vereinheitlicht werden?
Nein. Die gemeinsame Struktur dient dem Austausch. Jedes System kann seine internen Modelle beibehalten und an der Grenze passend übersetzen.
Wer entscheidet über Änderungen am gemeinsamen Modell?
Eine vereinbarte fachliche Verantwortung mit Beteiligung betroffener Nutzer. Sonst können neue Anforderungen einer Anwendung unbeabsichtigt andere Verbindungen beschädigen.
