Was bedeutet Event Sourcing?
Statt nur den letzten Auftragsstatus zu speichern, hält die Anwendung beispielsweise Anlage, Freigabe und Stornierung fest. Daraus lassen sich Zustände rekonstruieren und passende Leseansichten aufbauen.
Die gespeicherten Ereignisse müssen dauerhaft verständlich bleiben. Änderungen am Datenformat und fachliche Korrekturen verlangen deshalb besondere Planung. Ein gewöhnliches technisches Protokoll oder eine Nachrichtenablage ist allein noch kein Event-Sourcing-System.
So sieht das in der Praxis aus
Beispiel: Der aktuelle Bearbeitungsstand eines Auftrags wird aus Anlage, Freigabe und Stornierung rekonstruiert.
Häufige Fragen
Ist ein Änderungsprotokoll schon Event Sourcing?
Nicht automatisch. Bei Event Sourcing bildet die gespeicherte Ereignisfolge die maßgebliche Grundlage für den Zustand. Ein zusätzliches technisches Log erfüllt diese Rolle meist nicht.
Wie werden falsche fachliche Angaben korrigiert?
Häufig ergänzt ein Korrekturereignis die Historie, etwa eine Mengenberichtigung. Daraus berechnet die Anwendung den korrigierten Zustand. Anforderungen an Aufbewahrung und Löschung bleiben gesondert zu berücksichtigen.
Braucht jede Anwendung Event Sourcing?
Nein. Es bringt zusätzlichen Aufwand für Ereignisversionen, Auswertung und Betrieb. Ein konkreter Bedarf an Rekonstruktion oder fachlicher Historie sollte diesen Aufwand rechtfertigen.
